Flachland Teamtreffen 17.-19.05.2019 im Bayerwald          am Hausstein  (A mordz Gaudi wars!)

Flachland Teamtreffen 17.-19.05.2019 im Bayerwald am Hausstein (A mordz Gaudi wars!)

Previous Post

Das NOVA Flachland Pilotenteam wurde 2019 um Monika Gschwendtner (nicht verwandt mit dem ‘großen’ Sepp) und mich (Stefan Weber) erweitert. Damit hat sich ein leichter, geographischer Schwerpunkt in Ostbayern ergeben und zusammen mit der günstigen Wetterprognose wurde kurzentschlossen das Teamtreffen in den Bayerwald gelegt. Wir waren gespannt, unsere neuen Teamkollegen kennenzulernen.

Die halbe Mannschaft konnte am Freitag schon zeitig anreisen und nutzt den Tag zum Warmfliegen. Johannes hat daraus gleich mal einen 104km Flug gemacht. Rupp fliegt ein geschlossenes 77km Dreieck – man hat als Gastgeber ja Verpflichtungen und kann nicht in der Weltgeschichte umherfliegen. Thoralf und Andreas gelingt zum Einstieg jeweils ein knapp 50 km Bayerwaldflug.

Startplatz Hausstein

Flugplanung von Felix, Mareike, Markus und Stefan Lauth.

Markus und Thoralf üben sich in bayrischer Gemütlichkeit.

Kritisch werden die “Schneisen-Starts” von Stefan, Marcus und Johannes bestaunt.

Ich reise nach der Arbeit aus Regensburg an und treffe am Landeplatz auf eine gut gelaunte Truppe. Nachdem die Sonne hinterm Hausstein verschwindet, ziehen wir ein paar hundert Meter weiter in unsere Unterkunft ‘Düllhof’. Inzwischen ist das Team komplett und während des Abendessens an langer Tafel mit ungefähr 30 Piloten ergeben sich schnell lebhafte Gespräche.

Landeplatz Hausstein

Zu späterer Stunde sind dann die Teampiloten unter sich und mir fällt erst jetzt die Dialektvielfalt auf: bei den 9 Piloten sind Mundarten aus Dresden, Schwäbischer Alb, Schwarzwald, Rhön und Bayerwald vertreten. Genächtigt wird dann je nach Vorliebe im Zimmer, Zelt oder Auto.

Der Samstagmorgen beginnt mit einem ausgiebigen Terassenfrühstück bei Kaiserwetter und natürlich werden dabei kühne Flugpläne geschmiedet.

Für das Briefing mit Wetterinformationen und XC-Tipps konnte Rupp den ‘Local Expert’ Georg Rauscher gewinnen.

Markus und Johannes warten aufs Landebier

Die Thermik setzt erst gegen Mittag ein und so haben die rund 70! Piloten am Startplatz ausreichend Gelegenheit für Fliegerlatein. Die Wetterlage und bestimmt auch die bekannt freundliche Atmosphäre haben auch Toppiloten aus dem Alpenraum angelockt.

Der Hausstein ist ein Schneisenstart, hat oft anspruchsvolle Bedingungen und die relativ geringe effektiv nutzbare Höhendifferenz erfordert eine gute Flugtechnik- und Planung.

Vielleicht ist ein wenig Lokalpatriotismus dabei: in Sachen Startfrequenz und diszipliniertes, rücksichtsvolles Pilotenverhalten gibt es hier oft ein sehr hohes Niveau.

Der Tag wird ein voller Erfolg: Markus Kaup – am Vortag mit dem UL aus Münster angereist – findet sich auf Anhieb im ‘Wald’ sehr gut zurecht und kann mit 151km bis nach Franken fliegen. Dabei hat er genauso wie Andreas Ziegler (135km) und Johannes Jakobi (103km) die Gelegenheit sich Regensburg aus der Gleitschirmperspektive anzuschauen. Auch NOVA-Bergpilot Stefan Lauth hat einen super Premierenflug am Hausstein (125km) – glaubt mir, das ist nicht selbstverständlich. Rupp, Marcus und Thoralf kommen so um die 50km weit. Besonderen Respekt an Felix mit Copilotin Mareike (auch aktiv als Fotografin): die beiden schaffen im 2 Versuch noch einen schönen 33km Streckenflug. Der Hausstein stellt in Sachen Starten, Landen und Aufdrehen besondere Anforderungen an Doppelsitzer-Teams.

Teamkollegen gemeinsam unterwegx.

Beim Rückholen arbeiten Teampiloten und Bayerwäldler Hand in Hand – wie auch beim Landebier :-). Und so dauert es wieder bis Sonnenuntergang bis sich die Landeplatzgemeinschaft langsam auflöst

Beim Abendessen das gleiche Bild wie tags zuvor: zufriedene Gesichter, Mundartmixtur und viel Lachen – da hat sich eine Truppe gefunden! Vom nächsten Morgen kann ich leider nur unvollständig berichten – ich habe voll verpennt! Da relativ zeitig Überentwicklungen angesagt sind, entschließen sich die weiter angereisten Teammitglieder zur Heimreise. Rupp, Stefan Lauth und ich versuchen unser Glück nochmal. Rupp steht an ähnlicher Stelle wie Tags zuvor – eine bekannt schwierige Stelle die auch dem Bayerwald-Urgestein schon mal weiße Haare zaubert. Stefan Lauth kann seine famose vom Vortag nochmal toppen und kommt auf 148km – ich glaube den sehen wir bald wieder am Hausstein. Mir hat die Extrastunde Schlaf scheinbar gut getan, der erste Ü100 mit meinen neuen Mentor 6 (166km). Besondere Freude waren die gemeinsamen Flugstunden ab Regensburg mit meinem Freund Luggi – kommt bei mir eher selten vor. Aber an diesem Tag haben sich zwei Trödler gefunden :-)

Streckenflugbericht auf dem DHV-XC

Danke an Flachland-Teamcaptain Thoralf, Rupp und Monika für die Organisation. Fliegerisch gab zwei unterschiedliche Fazits: die Einen kommen wieder weil sie so gut geflogen sind, die anderen weil sie das schöne Gelände noch nicht ganz ausschöpfen konnten. Eine gute Zeit hatten alle. Mein persönliches Fazit: Feine Truppe, macht auch Lust auf mehr!

Der Woid is sche. (Der Wald ist schön)

Wiedermal waren alle begeistert über die gute Aufnahme von den Veinesmitgliedern. Jeder stand gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir durften die “Bayrische Gemütlichkeit in vollen Zügen genießen, dafür von allen einen herzlichen Dank!

 

Beste Grüße

Monika und Stefan NTP (GER)

 

 

Text:     Stefan
Layout: Monika
Fotos:   Mareike und andere