Schweizerische Seen-Tour – einer der schönsten Flüge in 33 Gleitschirm-Jahren

Schweizerische Seen-Tour – einer der schönsten Flüge in 33 Gleitschirm-Jahren

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Roli (Mäder) hat nach Brienz zu «seinem» Startplatz eingeladen. Beni (Friedli) und ich haben die Einladung gerne angenommen, so haben wir uns am 24. April getroffen.

Eine kurze Auffahrt, einige Minuten zu Fuss – und ein wunderbarer Startplatz hat uns empfangen.

Rolis Idee: erst gegen Westen, dann via Grindelwald zurück und eventuell nach Osten verlängern. Ich war angesichts des Westwindes nicht sonderlich begeistert von diesem Plan. Mir schwebte eher one way gegen Osten vor.

Roli stellte sich als Dummy zur Verfügung – und musste bald die Segel streichen. Beni und ich warteten noch eine Weile, mussten dann aber im Startschlauch kämpfen, um Grathöhe zu erreichen. Trotzdem versuchten wir es gegen Westen. Ordentlich Gegenwind und verblasene Thermik , der Spass hielt sich in Grenzen.

Am Augstmatthorn überzeugte ich Beni, dass unser Glück Richtung Osten liegt. Und so begann unsere Seen-Tour.

 

Entlang dem Brienzersee zurück, über den Lungernsee und weiter nach Engelberg.

Kurze Baustelle für mich…

…und weiter via Haldigrat über den Urnersee (oberes Ende des Verwaldstättersees) zum Rophaien.

Hier die Entscheidung, weiter über den Klausenpass (mit langer Heimreise) oder den Versuch starten, via Mythen eventuell ein Stück zurück zu fliegen. Mit 2800 MüM Ausgangshöhe starteten wir die lange Querung an die Mythen.

  

An der Rothenfluh konnten sich die Piloten nicht halten, also weiter. Der grosse Mythen zeigt uns auch die abweisende Schulter, dafür zeigten uns über dem kleine Mythen ein Pulk Gleitschirme, wo Anschluss zu finden war.

 

Weiter zum Rossberg, am Lauerzersee vorbei, Ägeri– und Sihlsee in Sichtweite, überall super schnell Anschluss gefunden. Thermik stand da wo erwartet. Dann Endanflug Richtung Küssnacht, über Zugersee und nochmals Vierwaldstättersee, und mit genügend Höhe noch weiter. Kurz darauf unter 100 nochmals ausgegraben und einen super Landeplatz gefunden.

Noch etwas spannend, am Landeplatz null Wind – und 50 Meter weiter stehen die Fahnen im strammen Wind.

Mit Bus und Zug nach Stans, und Corona-konform mit genügend Abstand das Landebier genossen. Roli hat seinen Flug wie vorgenommen im zweiten Anlauf geschafft, top gelandet, und uns in Stans abgeholt, merci!

Der Flug, nicht sehr weit, über so viele Seen, lange Gleitpassagen, z. T. zerrissene Thermik, wahnsinnige Eindrücke. Einer der besten Flüge der vergangenen 33 Flugjahre.

Link zum Flug: www.xcontest.org/switzerland/de/fluge/details:HUJA/24.4.2021/09:04#fd=comment

Ach ja, auch die HX-Lufträume waren heute auf unserer Seite: keiner war aktiv.

Gruss aus der Schweiz von Hansueli